Hochschulpolitik aktiv gestalten

Einführung eines bayernweiten Semestertickets

Die Diskussion über Einführung von Semestertickets an den bayerischen Hochschulstandorten hat eine lange Tradition und mit den Studentendemonstrationen Anfang Juni 2010 in München ihren wohl vorerst letzten Höhepunkt erreicht. Derzeit existieren in Bayern Semestertickets nur an den Hochschulen in Augsburg, Bamberg, Bayreuth, Landshut, Regensburg und Würzburg. Die Studenten an den meisten bayerischen Universitäten haben daher keine Möglichkeit ein kostengünstiges Semesterticket zu erwerben.

Für die Mobilität der Studenten über den Hochschulstandort hinaus existiert noch gar kein Konzept, was bei einem Anteil von 85 % Studenten an den bayerischen Hochschulen, die auch in Bayern ihr Hochschulzugangsberechtigung erlangt haben, unter sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten verwunderlich erscheint. In anderen Flächenbundesländern sind hingegen – auch unter dem Aspekt „Entlastung der Umwelt“ – eigene Regelungen für die Mobilität der Studenten geschaffen worden: Vorreiter in dieser Hinsicht ist Nordrhein-Westfalen, wo die Studenten seit dem Sommersemester 2008 sowohl zur Nutzung des Angebots der Deutschen Bahn als auch des gesamten Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) des Bundeslandes berechtigt sind. In Niedersachsen können die Studenten mit dem Semesterticket Niedersachsen/Bremen neben dem ÖPNV des eigenen Hochschulstandorts auch das regionale Netz der Deutschen Bahn in ganz Niedersachsen und Bremen nutzen. In Hessen existieren Vereinbarungen zur übergreifenden Anerkennung des regionalen Semestertickets auch über den Hochschulstandort hinaus.

Der RCDS Bayern setzt sich für die Etablierung eines Semesterticket an allen bayerischen Hochschulen, sowie einer bayernweiten Lösung ein.