Hochschulpolitik aktiv gestalten

 

Mehr studentische Mitbestimmung an Bayerns Hochschulen!

Der RCDS Bayern setzt sich für die Etablierung eines zweiten stimmberechtigten Senators, sowie für ein studentisches Mitglied in der Hochschulleitung ein.

Der Senat ist neben der Hochschulleitung und dem Hochschulrat eines der zentralen Organe der Hochschule. Art. 25 I des Bayerischen Hochschulgesetzes sieht vor, dass dem Senat 5 Vertreter der Hochschullehrer, 1 Vertreter des wissenschaftlichen und 1 Vertreter des sonstigen Personals, 1 Vertreter der Studenten und die Frauenbeauftragte angehören.

Um eine bessere Vertretung der studentischen Interessen im Senat zu gewährleisten und der Stimme der Studenten mehr Gewicht zu verleihen, ist die Anzahl der studentischen Vertreter in diesem Gremium zu erhöhen und allen Senatoren ein Stimmrecht einzuräumen. Eine echte Studentenvertretung verlangt nach einer größeren Repräsentation in den Entscheidungsgremien der Hochschule. Vor allem im Bereich der Einrichtung, Änderung und Aufhebung von Studiengängen verfügen Studenten über besonderes und wertvolles Urteilsvermögen. Die größte Interessengruppe einer Hochschule sollte dementsprechend auch stärker vertreten sein. Aber auch in der erweiterten Hochschulleitung werden für die Studenten wichtige Entscheidungen getroffen. Der Hochschulleitung gehören der Präsident, der Kanzler sowie bis zu vier weitere auf Vorschlag des Präsidenten ernannte Mitglieder an.

Diese sind gleichzeitig Mitglieder in der erweiterten Hochschulleitung, die durch die Dekane und die Frauenbeauftragte ergänzt wird, Art. 24 I BayHSchG. Art. 24 III BayHSchG definiert die Aufgaben, die die erweiterte Hochschulleitung zu erfüllen hat. Dazu gehören zum Beispiel die Erstellung des Entwicklungsplans der Hochschule, die Einrichtung von Sonderforschungsbereichen, Graduiertenschulen und entsprechenden Einrichtungen sowie Schwerpunkte des Haushalts. Um die studentische Mitbestimmung zu stärken, ist die Anzahl der Mitglieder der erweiterten Hochschulleitung um einen Studenten zu erhöhen. Ein studentisches Mitglied in der erweiterten Hochschulleitung dient jedoch nicht nur der Vertretung der studentischen Interessen, sondern ermöglicht eine bessere Kommunikation zwischen Studenten, Studentenparlament und der Hochschulleitung. Werden Entscheidungen der einen Seite rechtzeitig der anderen Seite vermittelt und von beiden Seiten mitgetragen, ist dies für die Entwicklung der Hochschule von Vorteil und vermeidet Konflikte. Vor allem die zeitnahe Unterrichtung über die für die Hochschule wichtigen Entwicklungen tragen dazu bei. Die Rolle eines Mitglieds in der erweiterten Hochschulleitung ist daher als die eines Bindeglieds zu verstehen.