Hochschulpolitik aktiv gestalten

Felix Brandstätter an der Spitze des RCDS in Bayern e.V.

Bad Staffelstein. Am vergangenen Wochenende hat der RCDS in Bayern e.V., der größte studentische Verband Bayerns, seinen Vorstand neu gewählt. Auf der 71. Landesdelegiertenversammlung wurde Felix Brandstätter aus München zum neuen Landesvorsitzenden des RCDS in Bayern e.V. gewählt. Der bisherige Landesvorsitzende Moritz Möller trat nicht erneut an.

„Wir haben dieses Jahr viel gemeinsam erreicht!“, so Möller. Er zieht für das vergangene Jahr eine gute Bilanz: „Besonders gefreut hat es mich, dass wir uns in die Diskussionen einbringen und somit den politischen Diskurs mitformen konnte.“ Seinem Nachfolger wünscht er alles Gute und viel Freude im neuen Amt.

Felix Brandstätter war bisheriger stellvertretender Vorsitzender des RCDS in Bayern. Für das kommende Jahr hat er bereits sehr konkrete Themenkomplexe ins Auge gefasst. „Wir stehen vor einer historischen Landtagswahl im Freistaat, die richtungsweisenden Charakter für die nächsten Jahrzehnte hat. Hier werden wir thematisch liefern“. Klar ist für Brandstätter: Der Wissenschaftsstandort Bayern muss erhalten und nachhaltig gestärkt werden. Hier sieht Felix Brandstätter viele positive Anknüpfungspunkte im Regierungsprogramm von Ministerpräsident Dr. Markus Söder (CSU), welches der Wissenschafts-, Hochschul- und Forschungspolitik ein hohes Maß an Bedeutung beimisst. Denn nur mit einer herausragenden Qualität der Hochschul- und Wissenschaftslandschaft hat Bayern eine Chance beim internationalen Ringen um die besten Köpfe und kann verhindern, dass diese ins Ausland abwandern. Dabei sieht Brandstätter insbesondere infrastrukturelle Aspekte an den Hochschulen als wichtiger Faktoren, um junge exzellente Wissenschaftler im Freistaat zu halten. „Wir müssen mehr Planungssicherheit im Bereich Finanzierungs- und Beschäftigungssituationen schaffen. Es kann nicht sein, dass wir den top Wissenschaftlern nicht eine längerfristige Perspektive an den Hochschulen sowie in der universitären Forschung bieten können. Das muss sich ändern“, fordert der RCDS-Landesvorsitzende. Des Weiteren muss bei der Finanzierung auch weiterhin in Bayern die Möglichkeit bestehen, dass auch unkonventionelle Forschungsvorhaben eine Chance auf Verwirklichung finden und nicht dem „Forschungsmainstreaming“ zum Opfer zu fallen. Eine Wissenschaft frei von Denk- und Sprechverboten muss unbedingt gewährleistet werden, um weiterhin exzellente Forschung im Freistaat zu garantieren.

Brandstätter begrüßt darüber hinaus auch die von Ministerpräsident Dr. Markus Söder (CSU) eingebrachte Initiative des Kompetenznetzwerks „Künstliche maschinelle Intelligenz“ sowie den Ausbau der Medizinforschung.

Beim Thema studentisches Wohnen legt Brandstätter den Finger in die Wunde. Für die bereits sehr angespannten Wohnungsmärkte in vielen Universitätsstädten müssen Bund, Länder und Kommunen in den kommenden Jahren effektive Lösungen finden, fordert der Landesvorsitzende.

Mit besonderen Nachdruck weist der Landesvorsitzende daraufhin, dass ein gesellschaftliches Umdenken stattfinden muss, dass es zu keiner weiteren Akademisierung von Lehrberufen kommt. „Freilich ist die Digitalisierung eine Herausforderung, die manch einen Beruf akademisiert. Dennoch steht für mich und meinen Landesverband fest, dass das duale Ausbildungssystem der Garant für den Wohlstand hier in Bayern war, ist und immer sein wird.“

Unterstützt wird Brandstätter durch seine Stellvertreter Fabian Mangold aus Bayreuth, Jannika Mock aus Passau und Anna Maria Auerhahn aus Regensburg.


-->