Hochschulpolitik aktiv gestalten

„Fehlgeleiteter Konkurrenzkampf schadet der deutschen Hochschullandschaft"

30. März 2016 - RCDS in Bayern: Exzellenzinitiatve für HAWen nicht zu Lasten der Universitäten

Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) in Bayern begrüßt grundsätzlich den neuerlichen Vorstoß von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka zur Ausweitung der Exzellenzinitiative auf kleinere Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften. „Eine gesonderte Förderung der HAWen wäre ein wichtiger Impuls für den Hochschulstandort Deutschland. Es darf dafür aber auf keinen Fall auf Seiten der Exzellenzinitiative für Universitäten eingespart werden. Ein fehlgeleiteter Konkurrenzkampf um die gleichen Mittel würden der Weiterentwicklung der differenzierten Hochschullandschaft mehr schaden als nutzen.", fordert der bayerische Landesvorsitzende, Marcel Escher.

Anlass zur Kritik sieht der RCDS in der fehlenden Transparenz des Vorgehens der Ministerin: „Sämtliche Vorschläge Wankas rund um die Exzellenzinitiative werden nur scheibchenweise präsentiert. Ein schlüssiges Gesamtkonzept der Ministerin in diesem Bereich ist nicht zu erkennen.", erklärt Escher. Konkret bemängelt Escher auch Wankas Entscheidung, die Mittel für die Graduiertenschulen an den deutschen Universitäten zu kürzen: „Im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe wäre dies ein fatales Zeichen der Bundesregierung. Es ist gerade zu ein Treppenwitz, dass man noch im Dezember die Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes als den großen Fortschritt gefeiert hat und im gleichen Zuge dem wissenschaftlichen Nachwuchs die Mittel kürzen will."

Escher: „Wanka muss ihre Salamitaktik endlich beenden und die Fakten auf den Tisch legen. Nur so können die Mittel von Bund und Ländern in der Exzellenzinitiative effizient eingesetzt werden – zum Wohle von Forschung und Lehre an Universitäten und HAWen."