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RCDS in Bayern sieht Reformbedarf bei studentischer Sozialversicherung

20. September 2015 - Escher: „Wir brauchen mehr Gerechtigkeit bei der studentischen Krankenversicherung."

Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten in Bayern (RCDS) kritisiert die derzeitigen Regelungen der studentischen Sozialversicherung, die vor allem Werkstudenten innerhalb eines gewissen Gehaltsrahmens im Vergleich zu herkömmlichen Arbeitnehmern übermäßig belastet. „Vor allem bei einem Bruttoverdienst zwischen 450 und 850 Euro werden unterschiedliche Berechnungsgrundlagen verwendet, was in einem höheren Beitragssatz für den Werkstudenten resultiert", so der RCDS-Landesvorsitzende Marcel Escher.

Mit Beginn des 25. Lebensjahr endet auch die Möglichkeit für die Studenten ohne weiteren Aufwand mit ihren Eltern im Rahmen einer Familienversicherung versichert zu sein – zeitgleich entfällt aber auch der Bezug des Kindergeldes. „Für uns ist es schlicht unsinnig, weshalb dies gleichzeitig stattfinden muss. Es stellt viele Studenten vor finanzielle Herausforderungen, bei weniger Einnahmen zusätzlich einen monatlichen Fixbetrag von über 80 Euro für die Krankenversicherung zu leisten. Ab dem 30. Lebensjahr werden 160 Euro veranschlagt, ohne eine klare Berechnungsgrundlage", meint Escher. Nach Erachten des RCDS wäre es sinnvoller, wenn die Studenten während ihres gesamten Erststudiums familienversichert bleiben könnten.

Escher: „Hier besteht eindeutig Reformbedarf – auch bezüglich der Informationspolitik der Kranken- und Rentenversicherungen. Momentan herrscht hier wenig Transparenz und Rechtssicherheit. Die Studenten haben kaum Möglichkeiten, sich bei Sonderfällen zu informieren. Ein solch undurchsichtiges System trägt nicht gerade nicht dazu bei, dass die Doppelbelastung von arbeitenden Studenten ausreichend entlohnt werden kann."